Sinuslift


Als Sinuslift bezeichnet man ein Verfahren, bei dem durch eine spezielle Operationsmethode der Kieferchirurgie der knöcherne Boden der Kieferhöhle (Sinus maxillaris) verdickt wird. Ohne die Sinuslift-Operation ließen sich ein großer Teil aller implantologischen Eingriffe im Oberkiefer bei Verwendung von zylindrischen Implantaten überhaupt nicht mit zuverlässigen und akzeptablen Erfolgsaussichten durchführen. Es liegt auf der Hand, dass eine dünne Knochenschicht nicht ausreichend stabil genug ist, um einen zylindrisch geformten Implantatkörper mit allseitig umschließenden Knochen aufzunehmen. Man unterscheidet grundsätzlich drei Verfahren zur Verdickung der Knochenschicht des Kieferhöhlenbodens:

1. direkter Sinuslift

Bei diesem Verfahren wird durch ein Loch in der seitlichen Kieferhöhlenwand Knochenmaterial aus Eigen- oder Fremdknochen (Rind, Schwein, Mensch) oder synthetisches Knochenersatzmaterial auf dem Kieferhöhlenboden eingebracht. Dieses wird in den folgenden Monaten bis Jahren biochemisch abgebaut, resorbiert und durch neu einwachsenden Knochen ersetzt und bewirkt eine Verdickung des Knochens.

2. indirekter Sinuslift

Bei diesem Verfahren wird das Bohrloch des zylindrischen Implantatlagers bis dicht an die Innenauskleidung der Kieferhöhle vorangebracht, dann wird die restliche Wand nach oben gestoßen und das Bohrloch mit dem Knochenmaterial aufgefüllt. Mit dem Einbringen des Implantatkörpers wird es nach oben geschoben und umschließt den oberen Teil des Implantatkörpers.

3. Transkrestale Antro Membrano Plastie (Ballonverfahren)

Dieses Verfahren ist mit dem indirekten Sinuslift identisch.
Die Kieferhöhlenschleimhaut wird vor dem Einbringen des Materials
mit Hilfe eines flüssigkeitsgefüllten Ballonkatheters
von einem Teil des Knochens gelöst.



Zahn