Schienentherapie


Der direkte Kontakt der Zähne innerhalb eines Tages sollte zusammengenommen nur etwa 30 Minuten betragen, davon vielleicht nur 10 Minuten intensive Kautätigkeit. Muskulatur und Zähne haben also lange Erholungszeiten zur Verfügung, die sie auch brauchen. Werden diese Ruhepausen durch andauernde Muskelanspannungen erheblich eingeschränkt, können Schmerzen an Zähnen, Muskeln oder den Kiefergelenken auftreten. Diese Störung macht sich vor allem in den Tiefschlafphasen bemerkbar, in denen zum Stressabbau mit den Zähnen geknirscht wird. Bei rund 80 % aller Menschen treten geringfügige Störungen des Kausystems auf. Langfristig können diese oft zu schmerzhaften Störungen sogar zu Verschleißerscheinungen am Kiefergelenk und den Zähnen führen. Die auftretenden Schmerzen entstehen durch eine Über- oder Fehlbelastung der Kaumuskulatur, der Zähne und der Kiefergelenke. Diese Probleme können meist durch speziell angefertigte Knirscherschienen beseitigt, beziehungsweise gemindert werden. Dazu nimmt man von den Zähnen einen Abdruck und fertigt im Labor eine individuell passende Aufbissschiene an, die aus einem durchsichtigen Kunststoff besteht. Diese Schiene wird nur nachts getragen. Da der Kunststoff weicher ist als die Zähne, erreicht man, dass der Abrieb nicht mehr an den Zähne stattfindet, sondern an der Schiene. Außerdem wird durch sie das Kiefergelenk entlastet und geschont. Die Kosten für eine solche Knirscherschiene werden von den Krankenkassen in den meisten Fällen übernommen.

Zahnschiene Zahn